Seit nunmehr 26 Jahren bietet der Bürgerkreis e.V. psychisch erkrankten Mitmenschen Betreutes Wohnen an.

Ziel ist es dabei, mit den Betroffenen ein neues soziales Netz zu knüpfen, um z.B. eine ansonsten oft notwendige Heimunterbringung zu vermeiden, getreu dem Bürgerkreis-Motto“ambulant vor stationär“

Was 1978 als ehrenamtliche Initiative begann, ist in der Region längst zur professionellen Institution geworden, die sich um die Wiedereingliederung chronisch psychisch kranker Menschen ins soziale Leben Sinsheims und der benachbarten Ortschaften bemüht.

Derzeit wird 24 Männern und Frauen mit seelischen Störungen Begleitung und Betreuung in den Wohngemeinschaften des Bürgerkreises oder in der eigenen Wohnung geboten.

Aufnahme finden Menschen, die sich nach längerem Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik stabilisiert haben, sich weitgehend selbst versorgen können, aber zur Bewältigung ihres Alltages vorerst noch bestimmter Hilfestellung bedürfen.

Hierbei kommt es darauf an, die persönlichen Fähigkeiten zu entwickeln und zu stärken.

Kompetente Unterstützung finden sie bei einem festen Ansprechpartner, der mit Rat und Tat zur Seite steht.

Psychisch kranke Menschen haben eine sehr viel dünnere Haut. So können alltägliche Ärgernisse, die sicher jeder kennt, wie z.B. ein unfreundlicher Sachbearbeiter, eine patzige Verkäuferin, ein verspäteter Zug o.ä. als persönliche Katastrophen erlebt werden und die Betroffenen wieder aus dem Gleichgewicht bringen.

Für das Betreuungsteam ist daher viel erreicht, wenn ihre Schützlinge ein eigenes „Frühwarnsystem“ entwickeln und rechtzeitig Hilfe im Gespräch suchen und finden.

Neben dem Auffangen solch krisenhafter Entwicklungen steht die Förderung alltagspraktischer Fähigkeiten mit im Vordergrund, da die Fähigkeit sich selbst zu versorgen oft durch lange Krankheitsphasen gelitten hat.

Durch den Besuch der Tagesstätte des Bürgerkreises und durch Mitarbeit in der Arbeitstherapie kann eigenständiges Leben und Wohnen in kleinen Schritten wieder gelernt werden.

So findet mancher über Jahre hinweg ein neues Zuhause in einer Dauerwohngruppe, während es anderen gelingt, über kurz oder lang ihren Weg allein weiterzugehen.

MitarbeiterInnen

Elmar Kraus (Dipl. Sozialpädagoge)
Renate Kopp (Dipl. Sozialpädagogin)
Annemarie Petto (Heilpädagogin)

Tel.: 07261/ 945040
Fax: 07261/ 945048